Hauptstationen auf dem Weg zur EU

Die Europäische Union ist ein historisch einzigartiges Gebilde. Die Anfänge zu einem geeinten Europa liegen kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und verfolgten das Ziel eines friedlichen Miteinanders. Dazu wurde 1951 die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) gegründet.

Sechs Jahre später erfolgte die Schaffung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM), deren Statuten in den Römischen Verträgen festgelegt wurden.

Um die Zusammenarbeit weiter zu entwickeln, kam es 1967 zu einem Zusammenschluss der EGKS, der EWG und EURATOM zur Europäischen Gemeinschaft (EG). Dennoch folgte eine Phase der Stagnation, die 1987 mit der Einheitlichen Europäischen Akte (EEA) beseitigt wurde.

Das Ende des Ost-West-Konfliktes 1990 gab neue Impulse für Europa und führte 1993 zur Verwirklichung des Maastrichter Vertrages, der neben dem Wirtschaftsaspekt auch auf eine politische Kooperation der europäischen Staaten abzielte und der Europäischen Union ihren Namen gab. Mit den Verträgen von Amsterdam 1997 und Nizza 2000 wurden Nachbesserungen vorgenommen. Im Jahr 2004 sollte der Verfassungsvertrag verabschiedet werden. Dieser wurde jedoch abgelehnt, sodass es 2007 zum Beschluss des Grundlagenvertrages kam, der eine überarbeitete Einigung darstellt. 

Zu den Gründungsstaaten der Europäischen Union zählen die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Belgien, Luxemburg, Italien und die Niederlande. In der weiteren Geschichte der Union gab es mehrere Beitrittsrunden: 1973 Großbritannien, Dänemark und Irland, 1981 Griechenland, 1986 Spanien und Portugal, 1995 Schweden, Finnland und Österreich. 2004 kam die große Beitrittsrunde mit Estland, Lettland, Litauen, Polen, Ungarn, Tschechien, Slowenien, Slowakei, Malta und Zypern. 2007 kamen Rumänien und Bulgarien als nicht vollberechtigte Mitglieder hinzu.