Eurokursentwicklung

Die Entwicklung des Eurokurses der letzten Monate ist differenziert zu betrachten. So ist der EUR/USD Kurs als wohl meistbeachtetes Währungspaar signifikant angestiegen, von ca. 1,30 EUR Mitte Februar 2007 auf aktuell 1,46 EUR. Geschürt von Rezessionsängsten in den USA, deren Auslöser die Bankenkrise mit "faulen" Hypotheken - Krediten war, wurde ein viel weitreichender Hintergrund offensichtlich.

So kamen immer mehr Bankenkrisen ans Tageslicht, die nicht nur von unbesicherten Darlehen herrühren, sondern auch von offensichtlich fehlspekulierten und riskaten Transaktionspolitiken. Zuletzt reagierte die US-Notenbank mit einer deutlichen Zinssenkung, die den Markt aber nur kurz beruhigen konnte. Das Q4-BIP in den USA fiel mit +0,6% sehr schwach aus. Von einer Verbesserung der Produktivitätsdaten ist in naher Zukunft nicht auszugehen.

Die Anleger in Europa vertrauen mehr und mehr der starken Euro-Währung, die mittlerweile auch von den Asiatischen Exporteuren lieber gesehen wird als der unsichere USD. Stichwort: Asien. Im Vergleich mit den wichtigsten asiatischen Währungen (z.B. dem japanischen Yen, dem chinesischen Renmimbi oder dem Singapur Dollar) fällt die Bilanz im Vergleich zum Wechselkurs vor 12 Monaten viel ausgeglichener aus.

Die wirtschaftliche Stabilität in diesen Ländern ist in den Augen der Anleger von besserer Qualität als in den zur Zeit verunsicherten Wirtschaftszentren der USA. Seit September 2007 merken das auch die Briten:

Der EUR/GBP-Kurs legte von 0,68 auf aktuell 0,75 zu. Es bleibt zu fragen, wann die Briten Ihre "Inselhaltung" überdenken und der Währungsunion Euro beitreten. Vielleicht gibt es ja sonst bald das Pfund für einen Euro ?